Seminare Workshops Themenabende 2018




Seminar                                                                                               Mi. 14.03.2018
Was macht sie Persönlichkeit eines Hundes aus - neue Erkenntnisse für die Gratwanderung zwischen "Wattebausch" und "Da muss er durch"
mit Dr. Udo Gansloßer

Die Diskussion über die richtige, gar "artgerechte" Hundeerziehung wird heute mit viel Leidenschaft und meist wenig Sachkenntnis geführt. Neue Entwicklungen der Ethologie und Tierschutzforschung werden meist überhaupt nicht berücksichtigt, weder in Bezug auf das Verhältnis von Stress und Lernen (mit moderatem Stress lernt sich’s leichter) noch Bindungstheorie oder die Bewertung von Zufriedenheit nach erfolgter Leistung und Problemlösung.
Als ob diese Themen, die eben meist mit keiner der beiden Extrempositionen vereinbar sind, nicht genug wären um eine zukunftsträchtige Hundeerziehung und Ausbildung anders aufstellen zu müssen, spielen auch die Persönlichkeiten der einzelnen Hunde noch sehr stark in die Wahl der "richtigen" Vorgehensweise hinein. Optimisten oder Pessimisten, Intro- oder Extrovertierte, ungesellige Menschenskeptiker oder distanzlose Vereinsmeier/innen, pubertierender Größenwahn oder Altersdepression - auf all das muss Rücksicht genommen werden.
Ein faszinierendes Thema, das hoffentlich viele Denkanstöße für die Zukunft bieten kann...

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Achtung Terminänderung!!!!



Workshop                                                                                                        
Neuer Termin:
Sa. 21.07.2018                                                                                   So. 22.07.2018  

(Sa. 14.04.2018)                                                                                  (So. 15.04.2018)  
Impulskontrolle, Stress, Frustation, Überforderung und Quälerei
- über das unabdingbare Gleichgewicht von Emotionen...
mit Michael Grewe

Der Ernst des Lebens gehört zum Hundeleben ebenso wie Zeiten der Freude und der Albernheiten. Vernachlässigen Hundehalter bereits beim Welpen das zeigen der dunkleren Seite der glitzernden Alltagsmedaille, vermeiden ein strenges 'Nein', mühen sich um durchweg sorgenfreie Tage ihrer Vierbeiner oder wählen ausschließlich leise Töne im Umgang mit Hunden, starten die jungen Wilden oftmals fröhlich juchzend in ein Leben 'auf dem Ponyhof'. Wohl dem, der seinem Hund dieses Lebenskonzept ein Hundeleben lang ermöglichen kann.
Ok, so also nicht? Wie dann?
Wie findet man denn das richtige Maß an Strenge, Stress und wieviel Anpassung kann man verlangen? Sind Ermahnungen und Verbote im Welpenalter kooperativ zu gestalten? Darf man in der Pubertät überhaupt etwas vom Hund erwarten? Verabreicht man alles, was als nicht hundegerecht gilt, vorsorglich in leicht verdaulichen Dosierungen ohne Nebenwirkungen?
Hundetrainer sind hierbei wegweisende Begleiter. Ihr Wissen und ihre Fachlichkeit beziehen alle Faktoren in den Erziehungsprozess ein. Hunde sind so unterschiedlich wie ihre Menschen. Laut und leise, vorsichtig und ungestüm, nachdenklich und vorlaut, anschmiegsam und distanzliebend. Das macht die Erziehung eines Hundes so freudvoll wie anstrengend.
Wissen, fühlen und Entscheidungen treffen. Sie finden das kompliziert?
Wir freuen uns auf alle, die mit uns an diesem Tag die „guten Taten ins Töpfchen und die schlechten ins Kröpfchen“ sortieren.
In diesem Seminar wird veranschaulicht, wie bedeutend es für die Welpenentwicklung und somit für den erwachsenen Hund ist, das angepasste Maß an Belastung ertragen zu lernen. Wir werden Modebegriffe in der Hundeerziehung hinterfragen um tragischerweise am Ende festzustellen... Es gibt nix Neues...! Was es aber gibt, kann der Hundetrainer gut nutzen, um jungen Hunden ein gutes Leben zu versprechen und erwachsenen Hunden manches Leid zu ersparen. Sollte es sich auf dem Workshop anbieten, an mitgebrachten Hunden praktisch etwas zu zeigen, wird dies an passender Stelle gerne eingebaut.
Auf dieser Veranstaltung sind ungeduldige,
gestresste und frustrierte Hunde und Halter willkommen! !
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Seminar                                                                                               So. 13.05.2018

Molekulargenetik in der Hundezucht: Möglichkeiten und Grenzen
Hundekauf – was man vorher wissen muss                                         
mit Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur

Heute schon fast eine Selbstverständlichkeit, ist es noch gar nicht so lange her, dass molekulargenetische Methoden ihren Einzug in die Hundezucht gehalten haben. Insbesondere im Rahmen der Bekämpfung von Erbfehlern haben Züchter große Hoffnungen in Gentests gesetzt, die ihnen ermöglichen Merkmalsträger und Anlageträger für genetisch bedingte Krankheiten zu erkennen. Inzwischen gehen die Einsatzmöglichkeiten molekulargenetischer Verfahren weit über diese Indikation hinaus. Die intensive Forschung in diesem Bereich hat aber auch dazu geführt, dass Hundezüchter heute mit einer fast schon unübersichtlichen Fülle an Angeboten ko0nfrontiert sind, wobei es für den Laien oft schwierig ist, die Aussagekraft der verschiedenen Testverfahren richtig einzuschätzen.
Das Seminar gibt eine Einführung in die verfügbaren Testverfahren sowie ihre wichtigsten Einsatzgebiete, ihre Möglichkeiten aber auch ihre Grenzen. Dabei werden folgende Punkte besprochen
• Molekulargenetische Methoden
• Identitäts- und Abstammungssicherung
• Nachweis von Merkmals- und Anlageträgern für genetische Defekte
• Molekulargenetische Abklärung von Merkmalen
• Rassezuordnung
• Erfassung genetischer Vielfalt
• Genealogische Studien


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Seminar                                                                                               So. 27.05.2018                                                                                 Sehen, hören, riechen und noch was?
Die spannende Welt der Wahrnehmungsfähigkeiten der Hunde
     
mit Dr. Ádám Miklósi

Die Wahrnehmung ist Basis des Überlebens und dieses Kapital muss immer der Umwelt angepasst sein. Obwohl man so viel über hündisches Talent und Arbeitsfähigkeit weiß, gibt es so wenige Kenntnisse über die Wahrnehmungsfähigkeiten der Hunde. Bis vor kurzem glaubte man, dass Hunde nur schwarz-weiß sehen können und der Gedanke, dass Hunde zur jeder Zeit in einer ‚Geruchswolke‘ leben. Und welche Töne sie hören können oder nicht, weiß auch keiner.
Um Hunde wirklich einschätzen zu können, müssen wir gute Daten über ihre Wahrnehmungsfähigkeiten haben. Nur dann kann man von ihnen eine gewisse Leistung erwarten. Wie gut oder wie weit kann ein Hund sehen und welche Wahrnehmungsmöglichkeiten benutzt er Hund, wenn er mit Menschen kommuniziert. Hört er wirklich alles was man ihm sagt und was ist der Unterschied zwischen Hören und Verstehen?
In diesem Tagesseminar besprechen wir Sehvermögen, Hören und Riechen durch die Erläuterung der modernsten wissenschaftlichen Befunde.
Häufig sind die meisten wissenschaftlichen Versuche sehr kompliziert und man muss auf sehr viele Kleinigkeiten achten. Solche Information sind aber sehr wichtig, sonst werden wir nie wissen und verstehen, wie ist es möglich ist, dass Hunde Krebs im Harn oder im Atem riechen können. Und ob man dieses Talent in der Diagnostik benutzen kann oder (vielleicht doch) nicht.


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Workshop
So. 24.06.2018
Albträume brauchen keinen Schlaf ....
Alltag mit einem unsicheren, ängstlichen Hund

mit Ellen Friedrich

Man kann nie sicher sein - ist eines der Verkaufsargumente erfolgreicher Versicherungsvertreter. Und schon sind wir froh, dass wir aus Notlagen gerettet werden und abgesichert sind.
Wer versichert denn jetzt die Hunde, die sich nur mit größter Vorsicht auf dem Spaziergang bewegen, vor Autos und Motorrädern zurückschrecken oder sich im Haushalt verkriechen, wenn Toast, Fön und Staubsauger ihr Unwesen treiben? Für diese Vierbeiner erstellen wir heute ein passendes Versicherungspaket!
Ziel dieses Tagesworkshops ist es, hinzusehen und im Detail zu erfassen, welche Hilfestellung der ängstliche Hund benötigt, um Alltagssituationen leichter zu meistern. Welche Handlungen bringen ihn zusätzlich aus der Fassung, was gibt ihm Sicherheit und welches Tempo ist für eine beständige Weiterentwicklung zum souveränen Hund geeignet?

Im Vorfeld zu kleinen praktischen Übungen klären wir theoretisch den Einfluss von Stress, Stimmung und innerer Haltung des Hundehalters und die Auswirkungen auf den Hund beim Lernen. Ebenfalls zum Thema machen wir die Theorie um die Angst bei Hunden und gleichen sie mit praktischen Erfahrungen ab. Ob all' das mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und/oder dem gesunden Menschenverstand im Einklang ist, werden wir sehen.

Wir freuen uns an diesem Tag auf alle Hunde, die es schaffen, all ihren Mut zusammenzunehmen und dabei zu sein - in der Box, auf der Wohlfühldecke oder bis zum praktischen Teil im wohltemperierten Auto.

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Workshop                                                                                                        So. 28.10.2018 
"Wenn aus Spiel Ernst wird..!"                                                         Entwicklung von Welpen und jungen Hunden
mit Michael Grewe

Ich sehe in das entspannte Gesicht eines Welpen. Sein Blick ist neugierig und erwartungsvoll. Die Augen sagen mir: „Ich bin bereit, lass uns losgehen und etwas machen. Du bestimmst die Richtung!“ Ich kann als Hundehalter also die Richtung festlegen. Mein Welpe und ich könnten in den Wald gehen oder uns im Park mit anderen Leuten und deren Hunden treffen. Diese Entscheidung ist trivial und ich entscheide mich nach Lust und Laune. Ich gehe heute mit meinem Welpen in den Park! Dort treffen wir viele andere und deren Hunde. Welpen, erwachsene Hunde, Rüden, Hündinnen und Kastraten beiderlei Geschlechtes. Wir treffen freundliche Hunde, angespannte, unsichere, rauflustige und völlig durchgeballerte. Wie gesagt, für heute ist es einfach die Richtung zu bestimmen! Wohin soll es aber im Leben des Welpen gehen? Wohin soll auch mein Leben als Hundehalter gehen? Welche grundsätzliche Lebensrichtung schlagen wir auf unserer kleinen Reise ein? In diesem Seminar geht es um die Entwicklung von Welpen und jungen Hunden sowie um die Aussage: „Warum ist mein erwachsener Hund so wie er ist?“ Die meisten Verhaltensweisen, die ein erwachsener Hund zeigt, werden während des Welpenalters im Spiel gelernt und gefestigt. Hierbei gibt der Hundehalter nicht unwesentlich die Richtung vor. Um zu verstehen, warum Spiel durchaus eine ernste Angelegenheit ist, um Fehlentwicklungen von Hunden möglichst zu vermeiden und um viele unausgesprochene Fragen zu beantworten, setzten wir uns in dieser Veranstaltung sowohl theoretisch als auch praktisch mit dem Spielverhalten von Hunden und Hundehaltern auseinander. Hundehalter, die grade einen Welpen oder recht jungen Hund haben, können aus dieser Veranstaltung wohlwollende Anleitungen, für ein schönes Lebensmodell mit dem Hund mit nach Hause nehmen. Hundetrainer gehen aus dieser Veranstaltung entweder fachlich bereichert und/oder bestätigt nach Hause oder sie empfinden die Ausführungen als eine Anleitung zum „Quälen“? Mal sehen! Welpen, Junghunde und erwachsene Hunde sind willkommen...! Für alle Teilnehmenden stellt Michael Grewe vorab schon mal die Frage: “ Müssen erwachsene Menschen mit Welpen spielen?“ Ja oder Nein sind als Antwort nichts wert!

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Workshop
So, 02.12.2018
"Sorglos ohne Leine"                                                                           mit Rainer Dorenkamp & Tanja Elias

Viele Hunde nehmen das Klicken des Karabinerhakens als Signal, um die weite Welt zu erobern Das wäre ja nicht so schlimm, wenn das Leben mit befahrenen Straßen, spielenden Kindern, aggressiven Hunden oder flüchtenden Katzen nicht um die Ecke käme.
Den Hund an der Leine zu führen ist da eine sichere Sache, aber der Freilauf ist Lebensqualität. So versuchen wir als Hundehalter den Spagat zu finden zwischen den Bedürfnissen des Hundes und den Anforderungen, die die Umwelt an uns stellt.
In diesem Workshop wird ein Handlungskonzept in Theorie und Praxis vorgestellt, das Schritt für Schritt aufzeigt, wie man von der Leine wegkommt. Freilauf gewähren, komme was wolle. Sicher sein, dass der Hund bei einem bleibt, erfordert zwar etwas Training, ist aber in den meisten Situationen ziemlich schnell zu erreichen.

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