Seminare Workshops Themenabende 2020



Seminar  16.02.2020 

Wie wird der Hund zum Hund? Genetische und epigenetische Grundlagen von Körperbau, Fell und Farben

mit Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur

Das Wissen um die genetischen Grundlagen der Hundezucht ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Rassehundezucht. Dabei sind es sowohl körperliche Merkmale als auch Merkmale des Verhaltens die im Rahmen der Selektionszucht berücksichtig werden. Insbesondere Wesen und Verhalten sind im Rahmen der Hundezucht zu einem bedeutenden Thema geworden. Denn Wesensfestigkeit und Sozialverträglichkeit sind eine wichtige Voraussetzung für ein erfreuliches Zusammenleben von Menschen und Hunden.

Und schließlich sind es auch gesundheitliche Aspekte, die bei der Zuchtwahl berücksichtigt werden.

Das Seminar gibt eine Einführung in die wichtigsten genetischen Mechanismen, die Aussehen, Wesen und Gesundheit eines Hundes beeinflussen. Dabei werden auch neue Erkenntnisse aus dem Bereich der Epigenetik, die für die Hundezucht relevant sind, besprochen. 

Seminarinhalte:

o    Was ist ein Gen, wie wirken Gene

o    Was sind Mutationen und was haben sie für eine Bedeutung

o    Wie beeinflussen Gene Körperbau, Farbe, Verhalten und Gesundheit

o    Welche Rolle spielt die Umwelt

o    Was ist die Grundlage von Assoziationen zwischen Farbmerkmalen, Körperbau, Gesundheit und Verhalten

o    Wie werden genetische Informationen weitergegeben

o    Was versteht man unter Epigenetik

o    Welche Bedeutung haben epigenetische Mechanismen für die Entwicklung eines Hundes

o    Welche Umwelteinflüsse können epigenetische Schalter verändern

o    Wieweit können sich epigenetische Schaltungen auf die nächste(n) Generation(en) auswirken

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Workshop

Sa. 14.03.2020                                                                                 

So. 15.03.2020  

Erziehung problematischer Hunde

mit Michael Grewe

Willkommen Problemhunde, die ihr so viel Aufmerksamkeit und Nerven kostet. Euch gehören unsere Gedanken und so oft (zu oft?) handeln unsere Gespräche von euren Eskapaden, Besonderheiten oder ungeliebten Talenten. Ihr spielt die Hauptrolle in eurem und unserem Leben. Überzeugend und tatsächlich 'nur' für Kost und Logie! Das war allerdings nie unser Plan. Wir haben uns von euch überrollen lassen. Irgendwie. 

Der Referent, Michael Grewe und eure Besitzer nehmen euch noch einmal sehr wichtig und sich dazu zwei komplette Tage Zeit. Viele Stunden, um sich nur über euer unfassbar extraordinäres Verhalten zu unterhalten. Aber dabei soll es nicht bleiben.

Das Augenmerk der Veranstaltung liegt nicht auf euch, sondern auf den Menschen an eurer Seite. Wie kann man den Hunden wieder angemessene, passende Rollen zuteilen und auch dafür Sorge tragen, dass sie daraus nicht wieder eine Hauptrolle basteln? Welche Fähigkeiten der Halter können die Hunde beeindrucken, welche Kompetenzen werden respektvoll geachtet?

Unterschiedlich störendes Verhalten erfordert daran angepasste Lösungswege. Sei es unerwünschtes Jagdverhalten, überbordende Aggression oder übermäßige Angst. Wir freuen uns auf Hunde, deren Verhalten uns kreative und clevere Wege einschlagen lassen. Für die Halter gibt es in allen bearbeiteten Fällen, konkrete Einschätzungen der Problematik und gute Ideen für den Neuanfang.

Wenn nicht jetzt, wann dann?


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Seminar                                                                                              Mi. 01.04.2020  

Vom Welpen zum Raufer?!                                                  
mit Dr. Udo Gansloßer

Die Entwicklung des Sozial- und Umweltverhaltens eines Junghundes nimmt oft einen verhängnisvollen Lauf sobald der/die Kleine aus der, durchaus miterzieherischen Aktivitäten durchsetzter Umgebung der Zuchtstätte in die neue, oft unstrukturierte Umgebung der Halterfamilie umzieht.

Vorstellungen wie

  • Kleine Hunde muss man nicht erziehen
  • alle Hunde müssen alle Hunde mögen
  • bestimmte Rassen kann man ohnehin nicht erziehen
  • sowie Extreme beiderseits in der Einschätzung von Welpenstunden
  • machen es den neuen Hundehalter/innen schwer das richtige Maß zu finden. 
Und am Ende steht dann ein Hund der wirklich zwar sozial motiviert aber eben nicht sozial kompetent ist.


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Themenabend                                                                                   Di. 21.04.2020

Lob oder Superstrafe - alles super? 
mit Ellen Friedrich

Ellen Friedrich betrachtet in ihrem Abendvortrag die Facetten der Superlative in der Hundeerziehung. Wie leicht oder schwer ist das Lernen und Einüben von besonders hochwertigen Belohnungsmustern? Und wie gewünscht oder verpönt ist es im Gegenzug eine hochwertige Bestrafung zu erdenken und anzuwenden?

Im Vergleich stehen sich gegenüber: 

Das Super Lob! Viele Möglichkeiten stehen Hundehaltern zur Verfügung, wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit der Hunde mit einem besonderen Anreiz zu gewinnen oder zu halten. Superpfiff, Superleckerchen oder Superbelohnungsspiel können in ein- oder zweitägigen Workshops eingearbeitet bzw. konditioniert werden. Danach kommen Hunden 'bombensicher', mit Freude, so schnell wie nie zuvor oder 100%ig. Sofern sich Hunde gut und gerne mit Keks & Co. bestechen lassen, bleiben sie gerne und eng bei ihren Besitzern und stellen eigene, dem Menschen abgewandte Interessen in die zweite Reihe. Bei der Einübung dieser Super-Sache wird nicht gekleckert, es wird geklotzt - Fleischwurst, Käse, Rohfleisch und andere Leckereien stehen in Konkurrenz, den besten Grund zu liefern, zum Besitzer zu kommen oder sich erst gar nicht weit davon zu entfernen. Gut? Ja, sehr gut, wenn das Zusammenleben mit dem Vierbeiner gerne eng an ein 'Restaurant am Gürtel' geknüpft wird.

Die Superstrafe! Auch im Bereich der Bestrafung haben Hundehalter eine breite Palette an Restriktionen zur Verfügung, die eine besondere Wirkung entfalten, um Hunden zu vermitteln, dass ihre Aufmerksamkeit erwünscht ist und gehalten werden soll. Wieso fehlen hierzu gesonderte Fortbildungen? Vielleicht, weil sich weder Hundetrainer noch Hundehalter zu diesen Veranstaltungen anmelden würden, die nicht selten den offen genannten Handlungsweisen der 'liebevollen Erziehung' entgegenstehen.


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Seminar
Mi. 22.04.2020

Geschichte vom Zappelphilipp                                                       Ob der Philipp heute still, wohl bei Tische sitzen will?“ (Heinrich Hoffmann)     mit Ellen Friedrich

Was es heißt, mit seinen Gedanken bereits weit voraus zu sein und die Füße kaum schnell genug nachlaufen zu lassen, kennen viele Hundebesitzer. Nicht unbedingt von sich selbst aber von ihren Hunden. Immer auf dem Sprung, breitgefächerte Interessensgebiete und stets gut gelaunt auf dem Weg ins Glück. Dahinter, mit oder ohne Leine, Hundebesitzer mit oftmals verzweifelten Gesichtern und Gesten.

Er ist wirklich nett aber wenn ein Hund, ein Schmetterling, ein Jogger, Fahrradfahrer, ein Blatt oder auch nur ein Windhauch um die Ecke kommen, ist es vorbei ... mit der Konzentration.

Krank sehen sie nicht aus und in der Regel machen sie einen sehr zufriedenen Eindruck - die ungeduldigen Hunde. Die Rettung könnte eine Krankheit sein. Vielleicht eine funktionsgestörte Schilddrüse oder eine Störung im Gehirn - dann bekommt das nervige Verhalten einen Namen wie Über- oder Unterfunktion, Mangel oder AD(H)S. Und danach geht es weiter. Das Verhalten bleibt, die Nerven liegen immer noch blank aber man kann endlich Mitleid haben und hoffen, dass ein Medikament oder eine Therapie hilft.

Wie wäre es, ein Hundetrainer greift Ihnen rettend unter die Arme, erklärt, leitet an und gibt Tipps, den Alltag mit einem Hund ohne Geduld oder einer Überforderung anzugehen. Ganz ohne Krankheit aber mit Empathie, Übungen und helfender Hand?

Dann kommen Sie mit Ihrem Hund gerne zum Tag, der gemacht ist für Hunde, die Schwierigkeiten haben zur Ruhe zu kommen, Ruhe zu bewahren und uns Menschen in Ruhe zu lassen.

Theorie und Praxis für alle, die nicht nur verstehen, sondern auch handeln möchten.


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Seminar                                                                                              Mi. 23.09.2020  

Mach mal langsam - Entspannung und Entschleunigung

mit Dr. Udo Gansloßer

So manche Legende rankt sich um die Beschäftigung und die Aktivitätsverteilung des Hundes. Da wird mal wieder das Wolfsmodell bemüht, mit Hinweis auf Tausende von Quadratkilometern große Reviere, über einen Tag lange Jagden, und stundenlanges Hetzen. Da wird der aus der Betriebswirtschaft stammende Auslastungsbegriff verwendet, und das "höher - schneller - weiter" auf Welpen und Junghunde gestülpt, damit diese schon mit 12 - 14 Monaten - oder noch früher - die ersten Prüfungen ablegen. Und es werden verzweifelte Anstrengungen unternommen die Hunde müde zu bekommen.                                                                                                                   Anstatt des falsch interpretierten Begriffs der Auslastung sollte mehr das Prinzip der funktionellen Substitution, das in der Zoo-, Labor- und Nutztierhaltung gängiger Standard ist, Anwendung finden... Ziel ist nämlich nicht, dass ein Tier möglichst viele Elemente seines arttypischen Verhaltensrepertoires zeigen, sondern den Erfolg der (Ersatz)Endhandlung genießen.                                                                                      Eine ökologische Betrachtung der wirklichen Vergleichsgruppe unserer Haushunde, nämlich der menschenferner lebenden sog Straßenhunde, aber auch eine neuro- und entwicklungsbiologische Betrachtung dieses Themas tut also dringend Not!!

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Workshop                                                                                         So. 11.10.2020                                                                                      

Hunderassen und eine mutmaßliche Einschätzung von Verhalten 

mit Michael Grewe

Rassehunde sollen einer vorgegebenen Optik entsprechen und bestimmtes Verhalten vorweisen. Sei es der Jagdhund, der Wachhund, der Schoßhund oder der Hütehund. Ihre Zucht ist angelehnt an Rassestandards, deren Güte an vielerlei Stellen überwacht und an moderne Wünsche angepasst wird.

Herausgekommen sind in den letzten Jahren deshalb ... kranke Hunde. Auffällig im Verhalten mit körperlichen Leiden. Wer ist dafür verantwortlich und warum lenkt keiner ein?

Dem Schäferhund flattern die Nerven, der Weimaraner verkriecht sich ängstlich hinter den Beinen seiner Besitzer, Neufundländer donnern jagend durch den Wald und Doggen, in der Größe eines kleinen Pferdes, sterben unfassbar früh. Dazu die vielen winzigen Rassen, deren Leben auch in einer Puppenstube der Kinder stattfinden könnte, die kurzatmigen, die mit dauerhaftem Tubus ein sorgenfreieres Leben führen könnten oder die stark befellten Hunden, die unter ihrem Haar nicht nur bei heißen Temperaturen im Sommer vor sich hin schwitzen und Hautkrankheiten einen großen Nährboden bieten.

All die und all die anderen - wurden so gemacht. Von uns. Weil wir es so wollen, schön und praktisch finden. Passt überall rein, haart nicht, sieht gut aus und ist ein tolles Sportgerät.

Kann man nach diesen vielen Veränderungen der letzten Jahre tatsächlich noch eine verlässliche Aussage über Rasseeigenschaften treffen? Oder gar gesunde Hunderassen empfehlen? Und welchen Einfluss haben Hundehalter?

Dieser Workshop mit Michael Grewe ist ein kritischer Streifzug durch das Verhalten vieler Hunderassen, mit denen Hundetrainer arbeiten und Hundehalter leben müssen.


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Wochenend-Workshop                                                                   

Sa. 14.11.2020                                                                        So. 15.11.2020                                                                                 

Lebe, lache, liebe … erziehe!                                         Emotionen in der Hundeerziehung 

mit Michael Grewe

An den beiden Workshop-Tagen rollt Michael Grewe den Emotions-Teppich vorsichtig zur Seite und betrachtet die darunterliegende, nüchterne Seite des Zusammenlebens mit Hund.

Wie hilfreich sind Emotionen bei der Erziehung eines Hundes? Muss man immer ernst und sachlich bleiben, um einen folgsamen Hund als Begleiter zu haben? Oder muss ich dem Hund meine Stimmungen immer alle deutlich machen, um eine gute Bindung zu erhalten?
Welche Vorteile bietet der emotionslose Klicker, der dem Hund eine Belohnung verspricht und gleichzeitig den Menschen dahinter austauschbar macht?

Wie sinnvoll ist es, Hunde mit hoher Stimme, in der Hocke befindlich und mit weit ausgebreiteten Armen heranzurufen, um meine Freude über seinen - hoffentlich - gleich eingeschlagenen Rückweg zu mir, vorab anzukündigen?

Alle sozialen Lebewesen treffen Entscheidungen unter dem Einfluss von Emotionen - so soll es sein und bleiben. Es scheint aber, als sei das gesunde Gleichgewicht zwischen sachlichen Argumenten und emotionalen Entscheidungen im Zuge von gesellschaftlichen Veränderungen, auf die schiefe Bahn geraten.

 

Es liegen wunderbar viele Fragen auf der Hand, die berechtigten (?) Sorgen Ausdruck verleihen, durch zu viel oder zu wenig Emotion, den Hunden ein glückliches Leben oder unglückliches Leben zu bereiten. Darüber wollen wir sprechen. Wie findet man einen praktikablen Mittelweg? Es braucht klare Gedanken und verständliche Anweisungen die selbstverständlich mit freundlichen Gesichtszügen und einladenden Gesten unterstützt werden können. Sind im Gegenzug eine gewisse Strenge und Nachdrücklichkeit im Umgang nötig, darf man Hunde davon ebenfalls gerne in Kenntnis setzen. Wie das geht? So einfach, wie herzhaft mit Hunden lachen :).

Wir freuen uns auf eine erkenntnisreiche, emotionsgeladene,fröhliche Veranstaltung!


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Workshop                                                                                        

So, 06.12.2020

Kommt er oder kommt er nicht

mit Rainer Dorenkamp / Tanja Elias

Eigentlich hört mein Hund ganz gut, außer er sieht einen Artgenossen oder buddelt gerade an einem Mauseloch.“ Solche und ähnliche Äußerungen hat wohl jeder schon mal von sich oder anderen gehört. Meist hört der Hund im unmittelbaren häuslichen Umfeld wirklich gut – die Schwierigkeiten des zuverlässigen Rückrufes beginnen häufig erst bei stärkerer Ablenkung. Das kann beispielsweise ein anderer Artgenosse, ein gut riechendes Grasbüschel, ein Jogger oder ein Radfahrer sein. Der zuverlässige Rückruf ist das wichtigste aber auch schwierigste Kommando in der Hundeerziehung. Hört der Hund auch bei hoher Ablenkung kann ich ihn bedenkenlos von der Leine machen. Mensch und Hund können dann den Freilauf stressfrei genießen. Aber wie stellt man das an? Hat man nicht schon viel trainiert und alle erdenklichen „Rezepte“ ausprobiert?

Rainer Dorenkamp erläutert uns in diesem Seminar die einzelnen Trainingsschritte, um zu einem zuverlässigen Rückruf zu gelangen. Wie motiviert man den Hund auch unter Ablenkung zu seinem Menschen zu kommen? Wie kann man die Bindung zu seinem Hund stärken? Wann spricht man noch von „kontrolliertem Freilauf“? Welche

Ansprüche kann der Mensch an seinen Hund überhaupt stellen? Solche Fragen und vieles mehr werden erläutert und geklärt werden.


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