Seminare Workshops Themenabende 2019











Seminar                                                                                               So. 17.02.2019 
Rasse gleich Klasse?? - Überlegungen zur Rassehundezucht

mit Prof. Dr. Irene Sommerfeld-Stur

In der modernen Rassehundezucht krankt es an allen Ecken – im wahrsten Sinn des Wortes. Hohes Inzuchtniveau in den kleinen, geschlossenen Zuchtpopulationen, zahlreiche und häufige genetisch bedingte Erkrankungen, geringe Lebenserwartung bei vielen Rassen und in manchen Rassen noch selbstgestrickte gesundheitliche Probleme durch extreme Rassestandards machen vielen Rassehunden und ihren Besitzern das Leben schwer. 

Viele Probleme ließen sich allerdings vermeiden, wenn Hundekäufer sich bereits vor der Anschaffung eines Hundes über wesentliche Aspekte der Hundezucht und der Hundehaltung informieren würden. 

·           Warum überhaupt ein Rassehund – wäre der Mischling die bessere Lösung?                      Was ist von den Doodles zu halten?                                                                                      Woher kommen die Probleme der Rassehundezucht?                                                          Was ist denn so schlimm an Inzucht?                                                                                Warum gibt es immer mehr und mehr Erbkrankheiten?                                                          Was heißt denn Qualzucht – Möpse sind doch niedliche Plaudertaschen - oder?                Was könnte man gegen das Dilemma der Rassehundezucht tun?                                         Was sollte man vor dem Kauf eines Hundes abklären?                                                            Wo kann man einen Hund kaufen – Züchter (Verbandszüchter versus Hinterhofzüchter) –          Inserate - Kofferraum-/Wühltischwelpen - Tierschutz?                                                              Die Bedeutung einer guten „Kinderstube“                                                                          Woran erkennt man einen guten Züchter?                                                                        Welche Fragen sollte man einem Züchter seiner Wahl stellen?                                                    Im Seminar werden zahlreiche Fragen rund um die Rassehundezucht angesprochen und     beantwortet.       

Im S                                                                                                         

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Workshop

Sa. 02.03.2019                                                                                   So. 03.03.2019  

Was ist denn das für einer? Einschätzung von erwachsenen Hunden.

mit Michael Grewe

In diesem Praxisseminar geht es um die Einschätzung von erwachsenen Hunden. Gerne von erwachsenen als „Problem“ empfundenen Hunden.

Hundehaltern soll diese Veranstaltung helfen, eine Orientierung und Ausrichtung für das Management Ihres erwachsenen Hundes zu erhalten. Weil ich als Hundehalter den eigenen Hund und sein Verhalten in den wenigsten Fällen neutral und sachlich bewerten kann, unterliegen die Interpretationen seines Verhaltens häufig subjektiven, emotional verfärbten Vorstellungen von Verhalten. Eine Einschätzung des Hunde Verhaltens und eine davon abzuleitende Typbeschreibung des Hundes gelingt dem fachkundigen unbeteiligten Dritten meist besser. Wie im richtigen Leben!

Hundetrainer erhalten in dieser Veranstaltung einen umfassenden Situationskatalog um durch praktische Arbeiten am und mit dem Hund einer realistischen Einschätzung seines Verhaltens oder möglicher Reaktionen auf Interventionen so nahe wie möglichkommen. Die möglichst realistische Einschätzung, auch der emotionalen Reaktionen des Hundes ist für Hundetrainer besonders von Bedeutung, wenn es darum geht, verhältnismäßig zu intervenieren. Interventionen können Belohnungen oder Bestrafungen sein. Beides muss genau den Hund ansprechen, den ich vor mir habe.

Auch für den Selbstschutz in der Arbeit mit Hunden, die ihre Reaktionen auf Bestrafung bekanntlich nicht vor der Maßnahme bekannt geben, ist eine fundierte Einschätzung des Hundes vor der Maßnahme von Bedeutung.

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Seminar                                                                                              Mi. 27.03.2019  
Nur positiv ist auch negativ                                                  
mit Dr. Udo Gansloßer

Der Begriff der gewaltfreien Hundeerziehung klingt für alle tierschutzmotivierten Hundeleute verlockend. Aber ohne eine sinnvolle Definition von Gewalt (und die gibt's bisher nicht in veröffentlichter Form) macht auch diese Worthülse keinen Sinn. Moderne Tierschutzethik stellt den Begriff der Kontrolle ins Zentrum. Ein Tier soll also Vorhersagen und Erwartungen an seine Umwelt haben können, die dann mit zumindest statistischer Zuverlässigkeit eintreffen.

Die Begriffe Schäden, Schmerzen und Leiden in den Kommentaren zum Tierschutzgesetz schließen ebenso wenig kurzfristige, auch mal negative Belastungen und Aufregungen aus, wie die ethologischen Befunde an kommunizierenden oder zu erziehenden Hunden. Im Gegenteil, mit nachfolgender Versöhnung gibt es dabei überhaupt keine Probleme.

Und in einigen Bereichern zeigen einschlägige Studien sogar, dass manches nur mit negativer Einwirkung, also Blockieren, Abbrüche setzen etc. geht. Dass man dabei nicht auf Hunde einprügelt versteht sich von selbst. Aber weder despotisch noch antiautoritär entspricht dem Sozialverhalten von Hunden...Und Ignorieren bzw. ums-Futter-arbeiten lassen sind definitiv weniger kynologisch fundiert als ein "Nein" oder ein klarer Abbruch mit nachfolgender Versöhnung.                                                                                                                                  Die genannten Bereiche werden auch mit Ergebnissen eigener bisher unveröffentlichter laufender Studien unterfüttert...

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Themenabend                                                                                   Sa. 13.04.2019  
Super Lob oder Superstrafe - alles super? 
mit Ellen Friedrich

Ellen Friedrich betrachtet in ihrem Abendvortrag die Facetten der Superlative in der Hundeerziehung. Wie leicht oder schwer ist das Lernen und Einüben von besonders hochwertigen Belohnungsmustern? Und wie gewünscht oder verpönt ist es im Gegenzug eine hochwertige Bestrafung zu erdenken und anzuwenden?

Im Vergleich stehen sich gegenüber: 

Das Super Lob! Viele Möglichkeiten stehen Hundehaltern zur Verfügung, wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit der Hunde mit einem besonderen Anreiz zu gewinnen oder zu halten. Superpfiff, Superleckerchen oder Superbelohnungsspiel können in ein- oder zweitägigen Workshops eingearbeitet bzw. konditioniert werden. Danach kommen Hunden 'bombensicher', mit Freude, so schnell wie nie zuvor oder 100%ig. Sofern sich Hunde gut und gerne mit Keks & Co. bestechen lassen, bleiben sie gerne und eng bei ihren Besitzern und stellen eigene, dem Menschen abgewandte Interessen in die zweite Reihe. Bei der Einübung dieser Super-Sache wird nicht gekleckert, es wird geklotzt - Fleischwurst, Käse, Rohfleisch und andere Leckereien stehen in Konkurrenz, den besten Grund zu liefern, zum Besitzer zu kommen oder sich erst gar nicht weit davon zu entfernen. Gut? Ja, sehr gut, wenn das Zusammenleben mit dem Vierbeiner gerne eng an ein 'Restaurant am Gürtel' geknüpft wird.

Die Superstrafe! Auch im Bereich der Bestrafung haben Hundehalter eine breite Palette an Restriktionen zur Verfügung, die eine besondere Wirkung entfalten, um Hunden zu vermitteln, dass ihre Aufmerksamkeit erwünscht ist und gehalten werden soll. Wieso fehlen hierzu gesonderte Fortbildungen? Vielleicht, weil sich weder Hundetrainer noch Hundehalter zu diesen Veranstaltungen anmelden würden, die nicht selten den offen genannten Handlungsweisen der 'liebevollen Erziehung' entgegenstehen.

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Seminar
So. 14.04.2019                                                                                  

Die Geschichte vom Zappelphilipp                                                 Ob der Philipp heute still, wohl bei Tische sitzen will?“ (Heinrich Hoffmann)     mit Ellen Friedrich

Was es heißt, mit seinen Gedanken bereits weit voraus zu sein und die Füße kaum schnell genug nachlaufen zu lassen, kennen viele Hundebesitzer. Nicht unbedingt von sich selbst aber von ihren Hunden. Immer auf dem Sprung, breitgefächerte Interessensgebiete und stets gut gelaunt auf dem Weg ins Glück. Dahinter, mit oder ohne Leine, Hundebesitzer mit oftmals verzweifelten Gesichtern und Gesten.

Er ist wirklich nett aber wenn ein Hund, ein Schmetterling, ein Jogger, Fahrradfahrer, ein Blatt oder auch nur ein Windhauch um die Ecke kommen, ist es vorbei ... mit der Konzentration.

Krank sehen sie nicht aus und in der Regel machen sie einen sehr zufriedenen Eindruck - die ungeduldigen Hunde. Die Rettung könnte eine Krankheit sein. Vielleicht eine funktionsgestörte Schilddrüse oder eine Störung im Gehirn - dann bekommt das nervige Verhalten einen Namen wie Über- oder Unterfunktion, Mangel oder AD(H)S. Und danach geht es weiter. Das Verhalten bleibt, die Nerven liegen immer noch blank aber man kann endlich Mitleid haben und hoffen, dass ein Medikament oder eine Therapie hilft.

Wie wäre es, ein Hundetrainer greift Ihnen rettend unter die Arme, erklärt, leitet an und gibt Tipps, den Alltag mit einem Hund ohne Geduld oder einer Überforderung anzugehen. Ganz ohne Krankheit aber mit Empathie, Übungen und helfender Hand?

Dann kommen Sie mit Ihrem Hund gerne zum Tag, der gemacht ist für Hunde, die Schwierigkeiten haben zur Ruhe zu kommen, Ruhe zu bewahren und uns Menschen in Ruhe zu lassen.

Theorie und Praxis für alle, die nicht nur verstehen, sondern auch handeln möchten.

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Workshop                                                                                         So. 06.10.2019  

Gewaltige Argumente brauchen starke Persönlichkeiten!
mit Michael Grewe

Wenn die Natur gewaltig daherkommt, sind wir alle beeindruckt. Ohne Rücksicht auf Verluste geht sie vor. Vulkane begraben Leben, Tiere töten um zu überleben, Sintfluten und Orkane bahnen sich lautstark ihre Wege. Das macht Angst, ohnmächtig und hilflos. Gewalttätige Menschen verhalten sich beim Durchsetzen ihrer Interessen ebenso: Rücksichtslos, vernichtend, herzlos, nur die eigenen Interessen verfolgend ... und sind am Ende oft erfolgreich!                                                                                                       Was hat der Begriff 'Gewalt' in der Erziehung von Hunden verloren? Hat ihn jemand dort verloren? Absichtlich oder zufällig? Alle Hundetrainer, die nachdrücklich ausloben, dass Gewalt in ihrer Arbeit keinen Platz findet, haben dafür Gründe. Wollen sie nicht erfolgreich sein, bei der Erziehung der Hunde und alle Berufskollegen, die sich nicht zur gewaltlosen Arbeit bekennen an sich vorbeiziehen lassen? Sicher nicht, aber warum muss man herausposaunen, dass man Hunde gewaltfrei in eine Gesellschaft integriert? Basiert gewaltlose Erziehung auf den Statuten der christlichen Nächstenliebe? Wenn ja, wie sollten denn dann Hundehalter vorgehen? Eigennützig? Selbstaufopfernd?

Michael Grewe nutzt das Seminar, um in Ruhe und ganz ohne Gewalt, gute Argumente zu benennen, wie sich Erziehungsziele mit persönlicher Stärke durchzusetzen lassen. Wohlwollend analysiert er Begriffe wie Egoismus, die nicht mit Rücksichtslosigkeit einhergehen. Strenge, die keinen zwingenden Bezug zur Brutalität bedeutet oder Strafe, die so ganz ohne körperliche Züchtigung oder psychologische Folter zu definieren ist. Selbstverständlich bleibt ausreichend Zeit, den viel zu unbeschwert verwendeten Begriff der Gewaltlosigkeit bei der Hundeerziehung in Relation zu Gewalt im alltäglichen Leben zu setzen! Es braucht starke Persönlichkeiten, um die nicht ausschließlich gewaltlos agierende Hunde zu angenehmen Lebensbegleitern zu erziehen. Nur der Schwache sperrt dauerhaft ein, kettet an und prügelt, um die Oberhand zu behalten. Stärke beinhaltet mehr als Konsequenz oder Ignoranz. Macht, Großzügigkeit, Liebe und Empathie sollen nicht in Vergessenheit geraten!

Es sind nicht die Worte, die zählen. Die Hunde messen uns an unserer Fähigkeit, uns selbst zu lieben und wertzuschätzen. Nachhilfe gefällig? Wir freuen uns auf eine freudevolle Veranstaltung mit klaren Gedanken und ehrlichen Aussagen.

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Seminar
So. 17.11.2019

Neue Ergebnisse aus der Hund-Mensch Kommunikation: Was verstehen die Hunde von unserer Sprache.
mit Ádám Miklósi

Hunde und Menschen kommunizieren auf eine natürliche Weise, oft unbewusst - ohne es zu merken. Diese Kommunikation ist meistens erfolgreich, aber es kann auch schiefgehen. Oft wird angenommen, dass ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Hund und Mensch nur auf Grund von guter Kommunikation zu Stande kommt.

Ethologen interessieren sich schon seit langem für dieses Thema und die letzten 5-10 Jahre brachten sehr viele neue Erkenntnisse. In diesem Seminar werden wir die neusten Ergebnisse kritisch diskutieren und gemeinsam auswerten.

Wir wissen ziemlich viel über die Kommunikation, die durch Gesten und Mimik zu Stande kommt. In den letzten Jahren haben sich die Wissenschaftler sehr viel mit der Mimik beschäftigt und ob Hund und Mensch gegenseitig fähig sind, visuelle Signale wahrzunehmen und zu verstehen.

Akustische Kommunikation zwischen Hund und Mensch geschieht auf mehreren Kanälen: Knurren, Bellen, Weinen übermitteln wichtige Informationen für den Partner. Hier hilft auch die evolutionäre Verwandtschaft, da alle Säugetiere sehr ähnlich sind, wie sie Töne produzieren und sie geistig verarbeiten.

Doch die große Frage hat man nicht ganz beantworten können: Verstehen Hunde auch was wir sagen? Warum haben Besitzer oft den Eindruck, dass (einige) Hunde auch die menschliche Sprache verstehen? Neue wissenschaftliche Beobachtungen bringen uns ein bisschen näher, diese Frage beantworten zu können. Aber: Das sollte eine Überraschung für die Teilnehmer des Seminares sein.

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Workshop
So, 01.12.2019
Leinenführigkeit
mit Rainer Dorenkamp


Tausend Mal probiert, tausend Mal ist nichts passiert. Und plötzlich hat es Zoom gemacht!

„Was habe ich nicht schon alles probiert, damit mein Hund nicht mehr so zieht …“. Gehören Sie auch zu denen, die schon viel probiert haben, das Ergebnis aber immer noch nicht zufriedenstellend ist?                                                                                                        

Viele Hundehalter wünschen sich, dass ihr Hund nicht mehr an der Leine zieht, besonders wenn andere Hunde entgegenkommen. Doch die Leinenführigkeit kann viel mehr beinhalten. Sie kann dem Hund Sicherheit und Orientierung geben.

In diesem Workshop stellt Rainer Dorenkamp eine effektive und vor allem alltagstaugliche Art der Leinenführigkeit vor. Das Besondere an dieser Herangehensweise ist, dass hier keine exakte Position des Hundes eingefordert wird, sondern eine Orientierung am Menschen entsteht. Dies basiert auf einer eindeutigen Kommunikation zwischen Menschen und Hund. So fällt es dem Hund leicht, den Menschen zu verstehen und ihm zu folgen.

In mehreren praktischen Einheiten, haben die Teilnehmer die Möglichkeit, mit ihren Hunden diese Methode auszuprobieren. Schritt für Schritt wird das Mensch-Hund-Team individuell und fachlich bei der Umsetzung begleitet. Fehler dürfen gemacht werden, denn Fehler sind zum Lernen da. Sie werden erstaunt sein, was an einem Tag möglich ist …


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